Ketral

Tipps und Hinweise

Der wichtigste Grundsatz ist die Einschränkung von unproduktiven und schnellen Fahrten, die einen schnellen Verschleiß einzelner Fahrwerksteile verursachen. Der nächste Schritt ist die Vermeidung vom Rückwärtsfahren, das sehr große Kräfte zwischen den Zähnen von Antriebsrädern und Buchsen und Bolzen sowie zwischen den Kettengliedern und Leiträdern sowie Stützrollen entstehen läßt. Bei der Rückwärtsfahrt entstehen bei ca. 75% der Verbindungen zwischen Bolzen und Buchsen der Ketten Kontaktflächen. Diese Verbindungen werden extrem belastet, angefangen bei den unteren Rollen, über Leiträder und Stützrollen bis zum oberen Teil des Antriebsrads. Diese Belastung trägt in hohem Maße zum schnellen Verschleiß dieser Teile bei. Bei der Vorwärtsfahrt entstehen ledigleich bei etwa 25% der Verbindungen zwischen Bolzen und Buchsen Kontaktflächen und somit ist die Belastung bedeutend Geringer.

Der Schlagschutz ist selektiv zu verwenden, denn bei einer Montage auf der gesamten Kettenlänge bleiben Erdklumpen zwischen den Abdeckungen und den übrigen Teilen des Fahrwerks stecken und beschleunigen somit deren Verschleiß. Der Schlagschutz ist auf steinigem Boden zu verwenden, wo er vermeidet, daß große Steine zwischen dem Antriebsrad bzw. dem Leitrad und den Kettengliedern hängenbleiben.

Die Breite der Bodenplatten ist ein weiterer wichtiger Faktor, der einen bedeutenden Einfluß auf den Kettenverschleiß hat. Wichtig ist, möglichst schmale Bodenplatten zu verwenden, die an die gegebene Bodenstruktur angepasst sind.

Beim Betrieb sollte man auch das Abbiegen entsprechend einplanen. Stets in eine Richtung erfolgendes Abbiegen verursacht schnellen Verschleiß der Teile. Der Betrieb des Raupenfahrzeugs auf dem Gipfel einer Anhöhe führt dazu, daß die inneren Teile der Bodenplatte mit dem Fahrwerk in Berührung kommen, der Betrieb in tiefer Stellung wiederum hat zu Folge, daß nur außen liegende Teile den Boden berühren. Auf diese Weise ausgeführte Arbeiten verursachen einen schnellen Verschleiß der einzelnen innen bzw. außen liegenden Kettenbestandteile.

Nicht zu vergessen ist eine regelmäßige Reinigung der Bestandteile des Fahrwerks. Je sauberer der Freiraum zwischen den einzelnen Bestandteilen ist – vor allem zwischen dem Antriebsrad und den Kettenbuchsen – desto länger ist ihre Lebensdauer. Am besten wäre es, den Betrieb des Fahrzeugs an das Gelände anzupassen. Diese Vorgehensweise reduziert deutlich den Verschleiß des Fahrwerks.

Die einzelnen Teile des Laufwerks sind regelmäßig zu überprüfen, angefangen bei Stützrollen, über Antriebs-, Leiträder und Laufrollen bis zu Buchsen, Bolzen und einzelnen Kettengliedern. Vergessen Sie bitte nicht, daß der Austausch auch nur einer Stützrolle die Lebensdauer der gesamten Kette erheblich verlängern kann.

Sehr wichtig, obwohl oft vergessen und vernachlässigt, ist die Überprüfung der Kettenspannung. Zu stark angespannte Raupenketten verschleißen um 50% schneller als Ketten, die korrekt gespannt sind. Aus diesem Grunde sollte man die korrekte Kettenspannung der technischen Dokumentation des Fahrzeugs entnehmen. In den Unterlagen könnte es sich z.B. um den Abstand der Raupenkette von dem Flansch der mittleren Laufrolle im Bagger handeln.

Wir bitten Sie inständig darum nicht zu vergessen, daß wir uns redlich bemühen, damit die auf dieser Webseite angeführten Tipps und Hinweise für die Maschinenbediener hilfreich sind. Wir haften jedoch für keine Schäden, die der Bediener des Fahrzeugs an seiner Maschine durch die Anwendung der veröffentlichten Tipps verursacht.

KETRAL

42-350 Koziegłowy, woj. śląskie
Rzeniszów, ul. Zielona 2

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